Unter Spannung

Alles rund um die Autobatterie

Die Autobatterie ist seit jeher der Energiespeicher in unseren Fahrzeugen. Mit der Zeit verfügen Autos über mehr und mehr Sonderausstattungen für Komfort und Sicherheit. Somit muss eine Batterie immer mehr leisten können.

Doch Batterie ist nicht gleich Batterie. Die Technik hat sich mit der Zeit stark verändert. Darum ist es wichtig, bevor eine Batterie erneuert wird, genau zu wissen welcher Typ Batterie verbaut ist. Neben der normalen gefluteten Bleibatterie, gibt es heute noch die AGM (Absorbent Glass Mat), die EFB (Enhanced Flooded Battery) und die Gelbatterie.

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Die geflutetet Bleibatterie gilt als Standard im PKW und ist auch die günstigste Variante. Blei-Säure Batterien haben eine hohe Selbstentladung und müssen dementsprechend immer wieder voll geladen werden um Tiefenladung und die damit verbundene, vorzeitige Alterung zu vermeiden. Für Fahrzeuge ohne eine Start/Stopp Automatik ist sie wohl die erste Wahl.

Eine Weiterentwicklung der Nassbatterie ist die Kalziumbatterie. Zu erkennen ist sie an dem chemischen Kürzel Ca/Ca. Diese Bauart besitzt Kalzium-Legierungen an den positiven und negativen Platten in der Batterie. Die Vorteile sind ein geringerer Flüssigkeitsverlust und die Möglichkeit, sie über einen längeren Zeitraum unbenutzt zu lagern.

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Die EFB (Enhanced Flooded Battery) ist für Autos mit einem Start/Stopp System geeignet. Aber auch für Kurzstrecken oder erhöhtem Stadtverkehr ist sie eine gute Alternative gegenüber der gefluteten Batterie. Der geringe Widerstand ermöglicht ein schnelles Auf- und Entladen.

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Die AGM (Absorbent Glass Mat) Batterie ist zwar die teuerste Variante einer Autobatterie, jedoch hat sie viele Vorteile. Sie ist zu hundert Prozent Wartungsfrei, lange Lagerfähig und unempfindlich bei Kälte. Zudem ist sie Auslauf- und Kippsicher und kann somit auch auf einem Boot zum Einsatz kommen. Im Kfz-Bereich verwendet man sie in Fahrzeugen mit einem Start/Stopp-System und/oder einer Rekuperationsbremse. Außerdem ist sie Tiefentladungsfest und hat eine größere Anzahl an Ladezyklen als ein herkömmlicher Akkumulator. Dies macht sie auch für den Campingbereich als Versorgungsbatterie interessant. Sie lässt sich auch hervorragend mit einer Solaranlage kombinieren. Ein kleinen Nachteil hat sie allerdings. Sie ist anfälliger für hohe Temperaturen, weshalb sie häufig im Innenraum eines Autos verbaut wird und nicht im Motorraum.

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Gel-Batterien sind auffgrund des hohen Innenwiderstands nicht als Starterbatterie für PKWs mit einem Verbrennungsmotor geeignet. Als Versorgungsbatterie in einem Wohnmobil, kann man sie dennoch gut gebrauchen. Wie bei der AGM-Batterie, sind die Zellen verschweißt, was sie ebenfalls Wartungsfrei macht. Die Bauart macht beide Varianten Rekombinant (unter normalen Betriebsbedingungen, rekombinieren sie die während des Ladens abgegebenen Gase wieder zu Wasser). Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Elektroautos, Rollstühle oder Solaranlagen.

Aufgaben einer Batterie

Beim Start eines Verbrennungsmotors, stellt die Batterie die nötige Spannung für die elektrischen Verbraucher wie zum Beispiel Anlasser, Steuergeräte, Kraftstoffpumpe, Zündung oder Vorglühanlage zur Verfügung.

Nutzt man eine Batterie zur Versorgung im Campingbereich, stellt diese die nötige Spannung für die elektrischen Verbraucher wie zum Beispiel die Beleuchtung oder eine Wasserpumpe zur Verfügung.

Die Batterie im Detail

Die Bordspannung im Kfz-Bereich beträgt 12 Volt (12V), sie ergibt sich aus 6 in Reihe geschalteten Zellen mit einer Spannung von je 2 Volt. Wie viel Leistung eine Batterie haben muss hängt von der jeweiligen Ausstattung des Autos ab. Beim Kauf einer Batterie sollte man immer die Herstellervorgaben

beachten! Ein kurzer Blick auf die Batterie verrät schon einmal in welcher Größenordnung man sich befindet. Die Batterie im Bild zeigt eine AGM mit einer Spannung von 12 Volt (12V), 80 Amperestunden (Ah) und 800 Ampere(A).

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