Die Batterie in der Praxis

Batterie prüfen

Es gibt mehrer Wege eine Batterie zu prüfen. Die einfachste uns schnellste ist die Prüfung mit einem normalen Multimeter. Diese bekommt man schon für kleines Geld und sind in der Handhabung relativ einfach zu verstehen. Zum prüfen stellt man das Multimeter einfach auf 20 Volt Gleichspannung. Die rote Prüfleitung wird an die V (Volt) bzw. mA (Milliampere) Buchse angeschlossen und die schwarzean die COM Buchse. Dann hält man die Prüfspitzen an die Batteriepole. Rot auf Plus, schwarz auf Minus. Diese Prüfung geschieht bei stehendem bzw. ausgeschaltetem Motor. Die Batterie brauch hierfür nicht ausgebaut zu werden.

Multimeter, 12V, 12 Volt, Kfz, Batterie, Autobatterie, Batterie prüfen, Batterie erneuern, Batterie richtig abklemmen

Multimeter/Voltmeter

Die nächste Möglichkeit ist die Prüfung mit einem Säureheber/ Aräometer. Hierfür sollte man eine Schutzbrille und Handschuhe tragen. Die Prüfung findet ebenfalls bei ausgeschaltetem Motor statt. Dieses Verfahren ist allerdings nur für die nicht Wartungsfreie Bleibatterien geeignet. Für die Prüfung muss man die Verschlussstopfen öffnen und bei jeder einzelnen Zelle die Säuredichte (siehe Tabelle) prüfen. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich den Flüssigkeitsstand kontrollieren. In der Regel sieht man in jeder Öffnung einen Steg bis wohin die Batterie gefüllt sein sollte. Wenn etwas fehlt, kann man die Batterie mit destilliertem Wasser auffüllen. Auf keinen Fall sollte man normales Leitungswasser oder andere Flüssigkeiten auffüllen.

Die Werte dieser Tabelle dienen als ungefähre Richtangabe.

MultimetermessungSäurehebermessung
VoltKapazität SäuredichteKapazität
12.65V100%1.28Kg/dm³100%
12,45V75%1,22Kg/dm³50%
12,24V50%1,16Kg/dm³0%
12,06V25%

Ladespannung prüfen

Mit dem Multimeter lässt sich auch die Ladespannung des Generators prüfen. Die Einstellung des Multimeters ist die selbe wie bei der Spannungsprüfung der Batterie.

  1. Schaltgetriebe in Neutralstellung bringen, Automatikgetriebe in P-Stellung
  2. Handbremse betätigen
  3. Motor starten und im Leerlauf laufen lassen
  4. Alle Verbraucher ausschalten
  5. Spannung an der Batterie prüfen
  6. Beleuchtung, Gebläse und Heckscheibenheizung einschalten
  7. Spannung erneut prüfen
  8. Motor und Verbraucher abschalten

Die Ladespannung sollte ungefähr zwischen 13,5 Volt und 14,5 Volt liegen. Bei einer AGM kann sie auch schon mal bei 14,7 Volt sein. Ist die Spannung weitaus höher besteht die Gefahr das die Batterie kocht und sogar explodieren kann. Ist die Ladespannung unter 12 Volt, wird die Batterie nicht ausreichend geladen. In beiden Fällen sollte man den Generator von einer Fachwerkstatt überprüfen lassen.

Batterie Nachladen

Ladegeräte gibt es in Hülle und Fülle. Ein Profigerät so wie es eine Fachwerkstatt benutzt, ist meistens für den 12 Volt sowie für den 24 Volt Bereich ausgelegt. Weitere Eigenschaften für ein Profigerät wäre eine Service-Funktion, die eine etwas höhere Ladespannung konstant hält. Dies ist absolut wichtig, wenn zum Beispiel ein Software Update durchgeführt wird. Bei einem PKW arbeitet man mit einer 12 Volt Boardspannung.

Für den Hausgebrauch, ist ein Profigerät aber nicht unbedingt notwendig. Wenn man sich dazu entschließt ein Ladegerät zu kaufen, dann sollte man darauf achten, dass das Ladegerät die Kapazität der Batterie unterstützt. Eine weitere sinnvolle Ausstattung wäre eine Erhaltungsspannung für zum Beispiel den Campingbereich sowie eine Boost-Funktion, falls man das Auto mit dem Ladegerät überbrücken möchte.

Fahrzeug überbrücken

Starthilfekabel sind wohl jedem Autofahrer ein Begriff und bei den meisten gehören diese auch zur Grundausstattung im Fahrzeug. Bei der Benutzung sollte wieder auf die Farben geachtet werden. Das rote Kabel muss an den Pluspol und das schwarze an den Minuspol.

  1. Rotes Kabel an den Pluspol des Pannenfahrzeug anschließen
  2. Rotes Kabel an den Pluspol der Spenderbatterie anschließen
  3. Schwarzes Kabel an den Minuspol des Pannenfahrzeugs anschließen
  4. Schwarzes Kabel an den Minuspol der Spenderbatterie anschließen

Die Überbrückungskabel dürfen nicht mit sich drehenden und bewegenden Teilen des Motors wie zum Beispiel Kühlerlüfter oder Riementrieb in Berührung kommen! Sitzt die Spenderbatterie in einem anderen Fahrzeug, so muss zuerst das Spenderfahrzeug gestartet werden.

WICHTIG! Ist ein Batteriesensor verbaut, darf man Überbrückungs- oder Ladekabel nicht direkt an dem Batteriepol anschließen. Sensor und/oder Steuergerät können dadurch beschädigt werden. Hierzu kann man ebenso die Überbrückungspunkte benutzen.

Batterie erneuern

Wenn werkseitig eine AGM- oder EFB Batterie verbaut ist gilt grundsätzlich:

  • Tausch einer AGM nur gegen eine AGM
  • Tausch einer EFB nur gegen EFB oder AGM

Eine normale mit Säure gefüllte Batterie kann allerdings gegen eine AGM- oder EFB- Batterie aufgerüstet werden.

Wenn man handwerklich etwas begabt ist, dann ist es grundsätzlich möglich, eine Batterie noch selbst zu erneuern. An dieser Stelle sei jedoch auch gesagt, das der Betreiber dieser Seite für keinerlei Schäden verantwortlich gemacht werden kann. Im Zweifelsfall, sollte man einen Fachmann zu Rate ziehen.

  • Batterieabdeckungen und Batteriehalter ausbauen
  • Masse- bzw. Minuspol der Batterie abklemmen (Die Massepolklemme am Besten in einen Putzlappen oder einer kleinen Tüte verpacken. Das verhindert, dass die Klemme eine blanke Stelle der Karosserie oder des Motors berührt
  • Pluspol von der Batterie abklemmen
  • Batterie vorsichtig entnehmen
  • Polklemmen reinigen und und mit Polfett einfetten
  • Eibau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge

Bei einigen Fahrzeugenherstellern kann es notwendig sein, den Batteriewechsel im Steuergerät zu speichern, oder aber auch die Lernwerte zurück zu setzen. Hierfür ist aber ein geeignetes Diagnosegerät nötig. Häufig ist das der Fall, wenn ein Auto mit einem Batteriemanagement ausgestattet ist.